Schon wieder einmal ist die Existenz des MKC bedroht, besteht die Gefahr, dass er
die Räumlichkeiten verliert, die ihm als örtliche Basis seiner Vereinstätigkeit dienen.
Nicht einmal direkt, sondern nur durch Hinweise ihm wohl gesonnener Markgrafenheider wurde dem MKC
bekannt, dass die Hansestadt Rostock anstrebt, das sogenannte Bürgerhaus (die alte Schule) sowie die
heizungstechnisch daran angeschlossene, vom MKC gemietete Turnhalle mitsamt den zugehörigen
Grundstücken zu verkaufen.
Damit würde der Abbau der kommunalen Infrastruktur im Rostocker Ortsteil Markgrafenheide fortgesetzt.
Nachdem schon Sparkasse, Kindergarten, Kinderkrippe, Schule und Poststelle verschwunden sind, gingen
mit einem Verkauf und zu erwartendender anderer Nutzung oder Abriß von Schule und/oder Turnhalle weitere
Teile des in diesem Ortsteil sowieso kargen kulturellen Umfelds verloren.
Der Markgrafenheider Karneval-Club ist als Mieter der früheren Schulturnhalle nicht nicht alleiniger
Nutzer der Räumlichkeiten. Während er das Gebäude für Sitzungen des Elferrates
und anderer Arbeitsgruppen, für das Tanztraining seiner Garden und als Lager für seinen
Kostüm- und Requisitenfundus nutzt, stellt er die Halle vertragsgemäß auch anderen
Nutzern zur Verfügung.
Das sind u.a. der Kindergarten (Hohe Düne), eine Frauensportgruppe und
die MKC-Linedancegruppe Bilberrys.
Daneben gibt es Anfragen weiterer Interessenten.
Es sind noch nicht einmal zwei Jahre vergangen, dass der als gemeinnützig anerkannte MKC den
Mietvertrag für die Turnhalle unterzeichnete und endlich seinen Fundus aus einem Container einer
Umzugsfirma wieder in beheizbare Räume bringen konnte, nachdem der Verein im Juni 2003 die Räume
im vorherigen Bürgerhaus, der inzwischen abgerissenen Kleinen Grundschule am Meer
verlassen musste. Mit dem Abbau des kommunalen Umfeldes in Markgrafenheide stehen die Chancen
für den Karneval-Club, alternative Räumlichkeiten zu finden, denkbar schlecht.
Mit einer Unterschriftenaktion will der MKC-Vorstand versuchen, dem OB der Hansestadt Rostock, Herrn Methling,
die Bedeutung des Bürgerhauses und der Turnhalle für Markgrafenheide zu verdeutlichen.
Inzwischen hat sich zu dieser Thematik sogar jemand aus Hamburg mit einem
Leserbrief an
die Ostsee Zeitung gewandt. Wir können nur hoffen, dass eine Vielzahl von Bürgerstimmen
ins Rostocker Rathaus, und dort an die richtigen Ohren dringt.
Wie lautet doch ein brühmtes Sprichwort:
Wer kämpft, kann auch verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren!